Olivers Bildergalerie

Namibia, 23.11.13 – Kamanjab, Dorf der Himba

Wir besuchen ein Dorf der Himba, einer der wenigen noch ganz ursprünglich lebenden Stämme Namibias. Mit sehr gemischten Gefühlen haben wir uns entschieden, dieses Dorf zu besuchen, denn wir hatten große Sorge, dass wir uns hier wie in einem Zoo bewegen. Der weiße Mann bringt Perlen mit, Negerkindern winken usw. Das wollen wir auf keinen Fall.

Was uns aber doch hinfahren lässt:

  • Das Dorf hat sich für diese Art des Tourismus entschieden.
  • Es wird ein pauschaler Eintritt verlangt, der geteilt wird.
  • Man darf nur mit einem Führer der Himbas hinein.
  • Man sieht nur einen Teil des Dorfes.
  • Es wird nicht gebettelt.

Für uns ist das die einzige Chance, eine solche Dorfkultur mal etwas näher zu erleben und insofern bin ich froh, dass wir dort waren.

Auf dem Weg dorthin haben wir eine wunderbare Begegnung. Als wir etwa 20 km vor dem Dorf sind, nehmen wir eine Anhalterin mit. Die Frau war so gekleidet wie das Mädchen auf dem ersten Bild. Wir verständigen uns mit Gesten. Da die Frauen sich täglich mit einem besonderen Fett einschmieren, muss unsere Mitfahrerin etwas unterlegen. Auch der Geruch ist zumindest eigenwillig. Josch hält sich die Nase zu, was uns allen peinlich ist, aber sie lacht nur darüber und redet mit Josch.

Die junge Frau auf dem ersten Bild ist 17 Jahre alt und unverheiratet, wie wir anhand ihres Schmuckes lernen. Die Fettschicht auf der Haut besteht aus Butter und einer rötlichen Farbe (das Eisenoxid erzeugt die rote Farbe). Das Fett schützt vor der Sonne und vor Moskitos. Sehr praktisch: Sonnenmilch und Autan in einem - und ein Schönheitsideal! Das Mädchen zeigt uns gerade, wie man diese Farbe herstellt und teilt uns mit, dass sie Claudias weiße Beine besonders schön findet. Und wir natürlich ihre Beine … Wow! Klischee pur!

Josch findet erwartungsgemäß einen unmittelbaren Zugang zu den Kindern und klettert mit ihnen gemeinsam im Baum umher.

Nach 3 Stunden kaufen wir noch ein wenig Schmuck, den die Himba herstellen: peinlich darauf bedacht, jedem etwas abzukaufen, da sich hier der Kapitalismus voll durchgesetzt hat. Jeder wirtschaftet auf eigene Rechnung.